Mitteilungen der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes
Teilnahme der Kammerpräsidentin an Anhörungen von Ausschüssen des Landtages
Am 12. März 2025 fand im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des saarländischen Landtags eine öffentliche Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Saarländischen Krankenhausgesetzes sowie zur Änderung des Saarländischen Heilberufskammergesetzes statt. Das Gesetz zielt auf eine Reformierung der saarländischen Krankenhauslandschaft ab und soll Strukturen effizienter gestalten sowie die medizinische Versorgung langfristig sichern. Die Anhörung bot Vertreter*innen des Gesundheitswesens die Möglichkeit, ihre Perspektiven, Einschätzungen und Anliegen einzubringen. Auch PKS-Kammerpräsidentin Stefanie Maurer nahm an der Anhörung teil. Den Fernsehbeitrag zur Anhörung finden Sie im Aktuellen Bericht des SR vom 12. März 2025, abrufbar in der ARD-Mediathek.
Einen Tag später fand eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Justiz, Verfassungs- und Rechtsfragen, Wahlprüfung, Datenschutz und Informationsfreiheit zum Gesetz der Novellierung des Maßregelvollzugsrechts statt, bei der Frau Maurer ebenfalls geladen worden war. Die PKS-Präsidentin nahm vor Ort Stellung zu den relevanten Änderungen für unsere Berufsgruppe (wie bspw. der Normierung der Forensisch-Psychiatrischen Institutsambulanz als Standard oder die Möglichkeit der Zwangsbehandlung unter richterlichem Vorbehalt).
Stefanie Maurer
Präsidentin der PKS
Austausch zu psychosozialer Versorgung und Katastrophenschutz: PKS im Dialog mit dem saarländischen Ministerium für Inneres
Im März 2025 fand ein konstruktiver Austausch zwischen der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes (PKS) – vertreten durch Präsidentin Stefanie Maurer und Vizepräsidentin Dr. Sandra Dörrenbächer – und dem Fachreferat Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport statt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie die Psychotherapeut*innenschaft im Saarland im Falle von Großschadenslagen und Katastrophen effektiv eingebunden werden kann. Dabei wurden konkrete Kooperationswege erörtert, insbesondere im Hinblick auf die psychosoziale Notfallversorgung. Ein zentrales Ergebnis des Treffens war die Anbindung an den Fachdienst für Psychosoziale Notfallversorgung sowie an die Notfallseelsorge im Saarland – ein wichtiger Schritt zur Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Krisenfall.
Auftaktveranstaltung des Weiterbildungsausschusses der PKS bezüglich der künftig gültigen Weiterbildungsordnung
Am 7. Mai 2025 fand im Bildungszentrum Kirkel die Auftaktveranstaltung zur künftig geltenden Weiterbildungsordnung der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes (PKS) für angehende Fachpsychotherapeut*innen statt. Anlass war die gesetzliche Neuregelung des Zugangs zur psychotherapeutischen Approbation, die tiefgreifende Veränderungen und neue Herausforderungen für alle Institutionen, die an der Qualifizierung zukünftiger Fachpsychotherapeut*innen beteiligt sind, mit sich bringt.
Neben Ausbildungsinstituten, Kliniken, Praxen und Ambulanzen betrifft dies auch Einrichtungen in freier oder öffentlicher Trägerschaft, etwa Beratungsstellen, Jugendhilfeeinrichtungen und andere.
Der Weiterbildungsausschuss der PKS – bestehend aus Dr. Elisabeth Hahn (Vorsitzende), Prof. Dr. Monika Equit (Stellvertretende Vorsitzende), Susanne Drewes, Liz Lorenz-Wallacher und Philipp Schulz – lud zu diesem ersten Austausch ein. Ziel der Veranstaltung war es, Einblicke in die aktuelle Arbeit des Ausschusses zu geben, Fragen rund um die neue Weiterbildungsordnung zu klären, und einen offenen Dialog mit allen Interessierten zu ermöglichen.
Rund 50 psychotherapeutische und ärztliche Kolleg*innen aus unterschiedlichen potenziellen Weiterbildungszusammenhängen folgten der Einladung. Die Veranstaltung bot nicht nur Gelegenheit zur Information und Vernetzung, sondern auch zur Erfassung des Interesses und der Bereitschaft verschiedenster Institutionen, sich aktiv an der zukünftigen Weiterbildung zu beteiligen.
In einem durchweg konstruktiven Austausch wurde deutlich, wie groß das Interesse und Engagement im Saarland für die Förderung des psychotherapeutischen Nachwuchses ist, jedoch ebenso die Dringlichkeit, tragfähige Rahmenbedingungen für die neue Weiterbildungslandschaft zu schaffen.
Weiterbildungsausschuss der PKS (von links): Dr. Elisabeth Hahn (Vorsitzende), Prof. Dr. Monika Equit (Stellvertretende Vorsitzende), Susanne Drewes, Liz Lorenz-Wallacher, Philipp Schulz
Teilnahme der PKS am Fachtag „How To – Sprechen über Essen & Körper“ der Fachstelle Mädchen*arbeit Saar
Am 6. Mai 2025 veranstaltete die Fachstelle Mädchen*arbeit Saar den vom Landesministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit geförderten Fachtag „How to – Sprechen über Essen & Körper“. Ziel war es, Fachkräfte, die mit Mädchen arbeiten, für einen sensiblen und reflektierten Umgang mit Sprache rund um Essen, Körper und Selbstbild zu sensibilisieren.
Broschüre des Fachtags der Fachstelle Mädchen*arbeit Saar
Sonja Spang, Leiterin der Fachstelle, stellte eine praxisorientierte Broschüre vor, die konkrete Hilfestellungen für eine bewusste sprachliche Auseinandersetzung mit diesen Themen bietet. In verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmenden ihr Wissen vertiefen und neue Impulse für ihre Arbeit gewinnen.
Auch die Psychotherapeutenkammer des Saarlandes war vertreten: Vizepräsidentin Dr. Sandra Dörrenbächer hielt einen Fachvortrag zum Thema „Körper. Kontrolle. Konflikt. Essstörungen junger Mädchen im Spannungsfeld von Psyche und Gesellschaft“. Sie brachte dabei zentrale psychotherapeutische Perspektiven auf die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen individuellen psychischen Prozessen und gesellschaftlichen Rollenerwartungen und Körperidealen ein. Ihr Beitrag sollte zur kritischen Auseinandersetzung mit den soziokulturellen Rahmenbedingungen von Essstörungen bei jungen Mädchen im interdisziplinären Fachaustausch einladen.
Dr. Sandra Dörrenbächer,
Vizepräsidentin der PKS