Mitteilungen der Psychotherapeutenkammer Bremen
Personelle Veränderungen in der Geschäftsstelle
In einem längeren Prozess setzt der Kammervorstand zusammen mit den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle die strukturelle Weiterentwicklung in der Geschäftsstelle fort. Wir berichteten an dieser Stelle bereits öfters über die Neuerungen. Aktuell verändert sich der personelle Zuschnitt, damit auch bei modifizierten Anforderungen mittel- und langfristig die anfallenden Aufgaben zuverlässig erledigt werden können.
In der Geschäftsstelle werden zwei Mitarbeiterinnen mit einem höheren Stellenumfang die wesentliche Verantwortung tragen. Sie werden u. a. primär Ansprechpartnerinnen für die Mitgliederverwaltung sein. Ergänzend werden sich die weiteren Mitarbeiterinnen mit einem geringeren Stundenumfang um spezielle, umgrenzte Tätigkeitsfelder kümmern.
Ruhestand von Frau Berger
Nach einer langen engagierten Tätigkeit in der Psychotherapeutenkammer wird Frau Berger am 1. Oktober 2025 in den Ruhestand gehen. Der Vorstand und die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle freuen sich sehr, dass Frau Berger angeboten hat, weiterhin als geringfügig beschäftigte Mitarbeiterin in einer neuen Rolle in der Geschäftsstelle tätig zu sein.
Frau Berger arbeitet seit 2008 als Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle. Sie hat die Weiterentwicklung der Kammer begleitet und hat diese durch ihre engagierte Arbeit mitgeprägt. Viele der Mitglieder kennt sie persönlich und weiß häufig aus dem Kopf wichtige Eckdaten zu deren beruflicher Tätigkeit. Das Wissen von Frau Berger ist immer wieder von unschätzbarem Wert.
Neue Mitarbeiterin Frau Bauer
Wir freuen uns sehr darüber, dass Frau Bauer seit dem 1. August 2025 Teil unseres Teams ist und den Stellenanteil von Frau Berger übernimmt. Geboren und aufgewachsen in Baden-Württemberg, hat sie während ihres Studiums die Hansestadt lieben gelernt und lebt nun bereits seit zwei Jahrzehnten in Bremen.
Frau Bauer stellte sich bei uns als kaufmännisch ausgebildete Kulturwissenschaftlerin vor. Sie war auf der Suche nach einer verwalterischen Tätigkeit in einem sinnstiftenden Umfeld. In den letzten Jahren hat sie den Verwaltungsbereich der Ambulanten Suchthilfe Bremen mitaufgebaut und freut sich sehr auf die neue berufliche Herausforderung bei der Psychotherapeutenkammer Bremen.
Begrüßung von Frau Bauer
Austausch mit angehenden Polizist*innen an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung
Auf Einladung der Hochschule für Öffentliche Verwaltung (HfÖV) Bremen besuchte die Kammerpräsidentin im Juli den Fachbereich Polizeivollzugsdienst. Amelie Thobaben nutzte hierbei die Gelegenheit, mit den angehenden Polizist*innen im Bachelorstudiengang ins Gespräch zu kommen.
Polizist*innen treffen in unterschiedlichen Situationen bei Ihrer Arbeit auf Menschen mit psychischen Erkrankungen. Einige Personen kommen aufgrund ihrer Erkrankung und den damit verbunden Verhaltensauffälligkeiten oder akuten Symptomen sehr häufig mit der Polizei in Kontakt. Anderen begegnen Polizist*innen eher zufällig im Rahmen der alltäglichen Polizeiarbeit.
Im Austausch konnte Frau Thobaben über Vorurteile aufklären und für die Wirkung des Verhaltens von Polizist*innen im Einsatz sensibilisieren.
Gerade für Situationen, in denen Polizist*innen, z. B. nach Unfällen, auf Menschen in psychischen Ausnahmezuständen treffen, betonte Frau Thobaben die Bedeutung des Verhaltens auf Polizeiseite. Der Einfluss des persönlichen Umgangs mit den Menschen in solchen Situationen halte sie für besonders groß. Eine mitfühlende, professionelle Begegnung habe potenziell einen präventiven Charakter bzgl. der Ausbildung einer Traumafolgestörung.
Die interessanteste Frage aus der Runde der Studierenden war, ob es Möglichkeiten geben könnte, sich kurzfristig mit behandelnden Psychotherapeut*innen auszutauschen, wenn unklar sei, was seitens der Polizei ein hilfreicher Umgang wäre. Eine einfache Antwort gäbe es laut Frau Thobaben wohl nicht. Im Sinne der sich in der Krise befindlichen Person sei ein Austausch mit den Behandler*innen sicherlich wünschenswert. Hürden bestünden möglicherweise neben der u. U. nicht zu gewährleistenden kurzfristigen Erreichbarkeit auch in formalen Aspekten wie der Entbindung von der Schweigepflicht. Gleichzeitig sei es für chronisch Kranke vorstellbar, dass Behandler*innen auf Notfallpässen vermerkt seien.
Katastrophenschutz und Psychosoziale Notfallversorgung
Katastrophenschutz und Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) sind nicht zuletzt in Zeiten globaler, nationaler und regionaler Krisen ein Thema, mit dem sich Psychotherapeut*innen auseinandersetzen müssen. Unterschiedlichste traumatische Erlebnisse können Einsatzkräfte genauso wie Betroffene massiv erschüttern. Ziel von Maßnahmen der PSNV ist es, solche kritischen Lebensereignisse zu bewältigen und die schädlichen Folgen der damit einhergehenden Belastungen zu reduzieren oder zu verhindern.
Austausch mit der Innenbehörde
Grundsätzlich obliegt der Katastrophenschutz den Bundesländern. Entsprechend der aktuellen Bedrohungslage ist die Dringlichkeit, sich damit auch in Bremen ausführlicher zu beschäftigen, weiter gestiegen. Das Referat 35 beim Senator für Inneres und Sport koordiniert – als Landeskatastrophenschutzbehörde – den Katastrophenschutz auf Landesebene.
Bei einem ersten Treffen im August stellte sich die Psychotherapeutenkammer Bremen (Präsidium und Geschäftsführung) im Referat 35 vor und ließ sich von Frau Meyer (Referatsleitung) und Herrn Hanke über die Strukturen und Herausforderungen in Bremen informieren. Es wurden erste Ideen ausgetauscht, ob und an welcher Stelle es sinnvoll sein könne, Psychotherapeut*innen in die Strukturen des Katastrophenschutzes einzubeziehen, und inwieweit sich die Psychotherapeutenkammer beteiligen könnte.
Austausch und Kennenlernen im Referat 35
Weiterer Austausch geplant
Da sich die Landeskammern in den kommenden Wochen mit dem Thema befassen werden, wurde vereinbart, im Herbst erneut zusammenzukommen.
Relevant wird es sein, sich über bereits bestehende evidenzbasierte Konzepte sowie deren Schulung auszutauschen. Bei einem Thema, das alle Landeskammern betrifft, sehen wir es für sinnvoll an, von bereits bestehender Erfahrung zu profitieren und uns für die Erarbeitung von Konzepten und Schulungsangeboten zusammenzutun und Synergieeffekte zu nutzen.
Besuch des Geschäftsführers der Landesvereinigung für Gesundheit
Am 13. Juni 2025 traf sich Frau Thobaben mit Herrn Altgeld von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. zum gemeinsamen Austausch. Dabei ging es darum, die Arbeit der Landesvereinigung besser kennenzulernen und über Möglichkeiten der Zusammenarbeit nachzudenken. Die Landesvereinigung ist ein gemeinnütziger Fachverband für Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin mit Sitz in Niedersachsen und einem Standort in Bremen. Sie hat das Ziel, zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit beizutragen und u. a. Akteur*innen aus dem Gesundheitswesen zu qualifizieren.
Als Kooperationspartnerin ist sie bereits bei der Durchführung der Psychotherapeutischen Weiterbildung Sozialmedizin und bei den beiden Fortbildungscurricula zu Digitalisierung sowie Klima(schutz) beteiligt, die die Landeskammern mit der BPtK organisieren.
Gespräch mit der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen
Anfang Juli besuchten Präsidium und Geschäftsführung die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Oldenburg-Bremen. Im Austausch mit PD Dr. Aike Hessel und Dr. Natalie Schüz wurde über die Möglichkeiten von Weiterbildung von Psychotherapeut*innen in der DRV gesprochen.
Gespräch bei der DRV Oldenburg-Bremen
Weiterhin wurde eine mögliche Fortbildung für alle Kammerangehörigen skizziert. Letztere könnte auf die aktualisierten Prozeduren der DRV Oldenburg-Bremen eingehen. Die Kammerangehörigen sollen über die Beantragung von Leistungen zur medizinischen Reha informiert werden. Darüber hinaus könnten die Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben vorgestellt werden, da diese den Psychotherapeut*innen in der Breite nicht ausreichend bekannt seien.
Es wurde vereinbart, eine solche Fortbildung in den kommenden Monaten vorzubereiten. Die Kammermitglieder werden dann per Info-Mail eingeladen, sobald ein Termin feststeht.
Parlamentarischer Abend in Hannover
Auf Einladung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKNDS) nahm das Präsidium am 20. Mai 2025 am Parlamentarischen Abend im Neuen Rathaus in Hannover teil.
An diesem Abend wurde der niedersächsische Kammerpräsident Roman Rudyk nach zehn Jahren aus seinem Amt verabschiedet. Rudyks großes Engagement in der Etablierung der Weiterbildung und sein politische Weitsicht wurden in verschiedenen Redebeiträgen gewürdigt. Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi betonte in seinem Vortrag, wie dringend notwendig die Finanzierung der Weiterbildung sei, und sagte seine Unterstützung zu.
Amelie Thobaben und Dr. Christoph Sülz war es ein wichtiges Anliegen, sich persönlich bei Roman Rudyk für die enge Kooperation zu bedanken. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Schwesterkammern hat eine lange Tradition und soll auch mit der neuen Präsidentin Dr. Kristina Schütz fortgesetzt werden.