Mitteilungen der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
Kammerversammlung am 8. November 2025
Die Delegierten der Kammerversammlung kamen am 8. November 2025 zu ihrer 2. Sitzung in der 6. Wahlperiode zusammen. Mit 33 anwesenden Mitgliedern ist die Versammlung beschlussfähig.
Die Delegierten kommen zur 2. Kammerversammlung der 6. Wahlperiode zusammen.
Bericht aus dem Ministerium
Susanne Passow begrüßt die Anwesenden im Namen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Sie berichtet eingangs zum Sachstand in Bezug auf die Novelle des Kammergesetzes für die Heilberufe (HKG). Aktuell beschäftige man sich insbesondere mit der Krankenhausreform, der Ausbildungsreform und der Bewältigung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen. Der Referentenentwurf befinde sich in der Ausarbeitung und man danke der PKN für die umfassend ausgearbeiteten Änderungsvorschläge. Diese würden genauestens geprüft und berücksichtigt, so Passow.
Zur Finanzierung der fachpsychotherapeutischen Weiterbildung berichtet Passow zu Entwicklungen auf bundespolitischer Ebene, u. a. der Änderung des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP). Mit Blick auf die Sicherstellung der psychotherapeutischen Versorgung werde man sich ministeriumsseitig weiterhin dafür einsetzen, dass alle Teile der Weiterbildung umfassend finanziert werden – in Bezug auf die konkrete Umsetzung sei aber der Bund am Zug. Gleichzeitig habe man mit dem niedersächsischen Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz im kommenden Jahr eine gute Möglichkeit, um das Thema auf die Agenda zu bringen.
Bericht des Vorstands
Im Anschluss an den Bericht aus dem Ministerium folgt in gewohnter Weise ein Bericht über Aktivitäten des Kammervorstands. Präsidentin Dr. Kristina Schütz beginnt mit einem Blick auf die gesamtgesellschaftlichen Spannungen, die auch die alltägliche psychotherapeutische Arbeit beeinflussen. Inhaltlich berichtet Dr. Schütz über aktuelle politische Aktivitäten, abgeschlossene und geplante Veranstaltungen (u. a. im Bereich berufsrechtliche Beschwerdevermeidung) sowie ihre Teilnahme an unterschiedlichen Gremien auf landes- und bundespolitischer Ebene. Gemeinsam mit der neu gewählten Vizepräsidentin Andra Habermann werden zudem Fragen zur Umsetzung der fachpsychotherapeutischen Weiterbildung erörtert.
Vizepräsident Jörg Hermann schließt zu diesem Thema an und berichtet zunächst zum Status quo der institutionellen Weiterbildung. Weitere Themen sind die Beteiligung am Kinderschutzgesetz und die Vernetzung mit den Jugendwerkstätten. Am 11. November fand eine landesweite Tagung mit dem Titel „Chancen schaffen – Perspektiven für junge Menschen in Niedersachsen“ statt, bei der Jörg Hermann einen eigenen Workshop zum Umgang mit psychischen Belastungen von Teilnehmenden der Jugendwerkstätten und zur Stärkung der Netzwerkarbeit leitete.
Andreas Kretschmar fasst in seinem Bericht die Entwicklungen rund um die Änderungen des Niedersächsischen Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke (NPsychKG) zusammen. Die Verbandsbeteiligung sei Anfang November gestartet. Kritisch gesehen wird am Gesetzentwurf unter anderem, dass dieser sich zu diesem Zeitpunkt noch stark auf die ärztliche Profession zentriert und die psychotherapeutische Perspektive nur sehr unzureichend berücksichtigt ist. Kretschmar betont, dass sich die PKN weiterhin intensiv in das Gesetzesverfahren einbringen und bemühen wird, dass die Expertise der Psychotherapeut*innen ausreichend Gehör findet.
Kordula Horstmann ergänzt den Vorstandsbericht mit dem Thema Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Hier seien zurzeit insbesondere die vielen unterschiedlichen Zuständigkeiten problematisch. Weiterhin werde die Entwicklung eines niedersächsischen PSNV-Gesetz diskutiert.
Götz Schwope schließt den Vorstandsbericht mit Themen aus dem KJP-Bereich, hierunter sind u. a. Medienkonsum und Sprachentwicklung im Kindesalter zu nennen.
Anträge, Genehmigung Haushalt 2026 und Wahlen
Insgesamt werden acht Anträge zu Satzungs- und Ordnungsänderungen vom Vorstand eingebracht, darunter die WBOen PP/KJP und PT, die Berufsordnung, die Fortbildungsordnung sowie die Kammersatzung betreffend. Alle eingebrachten Änderungsanträge werden einstimmig von den Delegierten beschlossen.
Darüber hinaus bringt der Vorstand einen Antrag zur Bildung einer Kommission „Neuropsychologische Psychotherapie“ ein, der ebenfalls ohne Gegenstimmen angenommen wird.
Im Anschluss daran erläutert Michael Kladny, Vorsitzender des Ausschusses für Beitrags- und Finanzangelegenheiten, den Haushaltsplan für 2026. Dieser wird von den Delegierten ebenfalls einstimmig verabschiedet.
Für die Schlichtungsstelle und den Schlichtungsausschuss der PKN wurde es mit der neuen Wahlperiode zudem notwendig, die vorsitzenden und beisitzenden Mitglieder neu zu wählen. Alle Kandidat*innen, die sich vorab für diese Ämter bereit erklärten und vom Vorstand vorgeschlagen werden, werden einstimmig von der Kammerversammlung in ihr Amt gewählt.
Weitere Ausschuss- und Kommissionsarbeit
Die Vorsitzenden und Sprecher*innen aller Ausschüsse und Kommissionen berichten, dass diese sich seit der ersten Kammerversammlung im April zu ihren konstituierenden Sitzungen getroffen haben. Im Fokus standen dabei die Wahlen der Vorsitzenden und Stellvertretungen sowie die Themenfindung für die aktuelle Wahlperiode. Einige haben ihre Arbeit bereits in einem weiteren Termin vertieft.
Verabschiedung einer Resolution
Im Rahmen der Änderung des NPsychKG verabschieden die Delegierten eine vom Vorstand eingebrachte Resolution mit dem Titel „Kein generell erhöhtes Gewaltpotential bei Menschen mit psychischer Erkrankung“. Diese kann unter www.pknds.de/aktuelles in der Rubrik „Stellungnahmen & Resolutionen“ nachgelesen werden.
Vorbereitung des 47. DPT und Bericht aus dem Länderrat
Zum Ende der Sitzung werden die Themen für den 47. Deutschen Psychotherapeutentag am 14. und 15. November 2025 in Berlin besprochen. Dr. Kristina Schütz berichtet abschließend aus den Länderratssitzungen seit der letzten Kammerversammlung. Dort seien zuletzt insbesondere die Themen Qualitätssicherung und die Weiterbildung im stationären Bereich diskutiert worden.
Nächster Termin
Die Sitzung wird mit Bekanntgabe des nächsten Termins am 25. April 2026 geschlossen.
Von KI bis PSNV: Kammertag am 7. November 2025
Der Kammertag im Vorfeld der Kammerversammlung legte den Fokus dieses Jahr darauf, die neu gewählten Delegierten an die wichtigen, kammerpolitischen Themen und Aufgabengebiete heranzuführen. Vom Vorstand gab es einleitend dazu vier kurze Impulsvorträge:
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PSNV – Regionalisierung – Aufgaben und Probleme,
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Medien- und Öffentlichkeitsarbeit – welche Rolle spielt die Kammer in der öffentlichen Diskussion,
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KI – Nutzung im psychotherapeutischen Kontext – Chancen und Grenzen,
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Die Kammer im Feld der Gesellschaft und Kooperation mit anderen Fachgruppen.
Im Anschluss wurden die vier Themenbereiche in Arbeitsgruppen zunächst näher erörtert, bevor die Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert wurden. „Alle Beteiligten haben sich mit viel Engagement eingebracht. Es entstand ein sehr lebhafter Austausch mit vielen wertvollen Ideen für die nächsten Jahre dieser Wahlperiode. Als Vorstand schätzen wir es ungemein, wenn wir mit den Kammerversammlungsmitgliedern in diesem Umfang ins Gespräch kommen können“, resümiert Präsidentin Dr. Kristina Schütz.
Input durch den Vorstand
Austausch in den Arbeitsgruppen
Notizen für die Ergebnisdiskussion
Wann reden, wann schweigen: Fachtag zu psychotherapeutischem Handeln bei Selbst- und Fremdgefährdung
„In der psychotherapeutischen Praxis werden wir täglich mit Themen rund um Selbst- und Fremdgefährdung konfrontiert, wodurch häufig auch berufsrechtliche Fragen in Bezug auf die Schweigepflicht entstehen. Im Rahmen solcher Fachtage bleiben wir als Profession im Austausch, um unsere Erfahrungswerte zu teilen und uns fortzubilden – im Sinne der Qualitätssicherung hat dies eine hohe Bedeutung, damit wir der Verantwortung gegenüber unseren Patient*innen stets gerecht werden können.“ Mit diesen Worten begrüßt Kammerpräsidentin Dr. Kristina Schütz die rund 100 Teilnehmenden des Fachtages am 5. September 2025 in Hannover. Das Thema der Veranstaltung stieß auf große Resonanz, sodass diese bereits nach wenigen Tagen ausgebucht war.
Der Fachtag stieß auf hohes Interesse: Mit rund 100 Teilnehmenden war dieser ausgebucht.
Nach der Begrüßung referierte eingangs Rechtsanwalt Matthias Vestring zunächst zur Schweigepflicht aus juristischer Perspektive. Er zeigte auf, wann die Schweigepflicht gebrochen werden darf, kann oder gar muss – und welche straf-, zivil- und berufsrechtlichen Folgen bei einer Schweigepflichtverletzung drohen.
Zwei Referent*innen der Medizinischen Hochschule Hannover ergänzten dies um einen spannenden Vortrag zur Schweigepflicht aus psychotherapeutischer Perspektive, welche am Beispiel der Prävention sexualisierter Gewalt erläutert wurde. An praktischen Stufenmodellen, mit denen sie in ihrer Praxis arbeiten, zeigten sie ihre Vorgehensweise und gingen auch auf die Besonderheiten bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen ein.
Am Nachmittag wurde in drei parallel stattfindenden Workshops gearbeitet. Im Workshop zur Radikalisierungsprävention wurden seitens des Landeskriminalamts und Verfassungsschutzes Aussteigerprogramme und deren Arbeitsweisen vorgestellt sowie Verknüpfungen zur psychotherapeutischen Praxis gezogen. Vorstandsmitglied Jörg Hermann erarbeitete in seinem Workshop als Leiter einer Erziehungsberatungsstelle Maßnahmen zum Kinderschutz und erörterte mit den Teilnehmenden praktische Fragen. Dr. Peter Orzessek stellte Maßnahmen und Hilfen im Kontext des sozialpsychiatrischen Dienstes bei Suizidalität vor.
Als Abschluss des Tages wurden gemeinsam mit den Referent*innen die Ergebnisse der Workshops im Plenum besprochen und offengebliebene Fragen erläutert.
Zu Besuch in der Schillerschule Hannover: Sensibilisierung für verantwortungsvolle Mediennutzung
Jüngste Ergebnisse des DAK-Präventionsradars zeigen: die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen ist zu niedrig. Als alltäglicher Lebens- und Lernort spiele die Schule bei der Entwicklung von Gesundheitskompetenz eine zentrale Rolle, so der Studienleiter Prof. Reiner Hanewinkel. Um Schüler*innen für einen verantwortungsvollen Medienkonsum zu sensibilisieren, besuchte Götz Schwope, Vorstandsmitglied der PKN, den 8. Jahrgang der Schillerschule in Hannover. „Solche Termine eignen sich hervorragend, um in den direkten Austausch mit den Kindern und Jugendlichen zu kommen. Auf diese Weise stärken wir deren Bewusstsein für mentale Gesundheit und tragen einen Teil zur Förderung der Gesundheitskompetenz bei“, so Schwope.
Vorstandsmitglied Götz Schwope im Austausch mit den Schüler*innen
Im Fokus seines Impulsvortrages standen die Auswirkungen von zu viel Mediennutzung auf das psychische Wohlbefinden. „Während der Nutzung von digitalen Medien, egal ob es soziale Netzwerke sind oder Spiele auf dem Smartphone, wird das Gefühlszentrum im Gehirn mit unzähligen Informationen geflutet. Nachhaltige Erfahrungswerte, die viel wichtiger für die persönliche Entwicklung sind, werden auf diese Weise aber kaum gesammelt. Ab vier bis acht Stunden Bildschirmzeit pro Tag steigt gleichzeitig das Risiko für psychische Erkrankungen stark an und die Gefahr für Suchtverhalten nimmt zu.“
Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut erläutert in diesem Zusammenhang gemeinsam mit den Schüler*innen die Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken. Positiv hervorzuheben seien die Möglichkeiten für Sozialkontakte und Teilhabe, problematisch hingegen insbesondere Hatespeech, Radikalisierung sowie ein permanentes Vergleichen mit anderen, was zu Ängsten und Selbstzweifeln führen könne. Vonseiten der Schüler*innen wurde betont, dass (soziale) Medien in Zeiten globaler Krisen als Zufluchtsort genutzt werden würden. Schwope: „Es ist sehr wichtig, die Gedanken, Sorgen und Ängste von den jungen Menschen selbst zu hören. Das vermittelt ein Gefühl der Teilhabe. Denn leider wird viel zu oft nur über sie, aber nicht mit ihnen gesprochen.“
Stimmen für den Nachwuchs: die neuen PiA-Sprecher stellen sich vor
Die PiA-Sprecher*innen vertreten die Interessen der Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA) sowie der Psychotherapeut*innen in Weiterbildung (PtW) in der Kammer. Außerdem sind sie Schnittstelle zwischen den PiA in Niedersachsen, den Ausbildungsinstituten, der Kammer sowie den PiA-Sprecher*innen in den anderen Bundesländern. In diesem Frühjahr wurden die PiA-Sprecher*innen neu gewählt und stellen sich an dieser Stelle kurz vor.
Das sind die neuen PiA-Sprecher der PKN
Nils Christensen (*1998)
Ich befinde mich aktuell in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten für Erwachsene im Verfahren der Verhaltenstherapie. Zusätzlich absolviere ich auch das Zusatzcurriculum für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Meine Ausbildung absolviere ich an der Psychotherapieambulanz der Technischen Universität Braunschweig. Seit Anfang 2025 engagiere ich mich als PiA-Sprecher an meinem Institut und möchte diese Arbeit mit meiner Wahl zum PiA-Sprecher der PKN nun gerne auf Landesebene fortsetzen. In dieser Rolle verstehe ich mich als Sprachrohr zwischen der PKN und euren Anliegen als PiA. Gemeinsam mit euch möchte ich unsere Stimme in der Kammer hörbar machen und die Position der PiA stärken.
Nils Christensen
Leon Schlotfeldt (*1992)
Aufbauend auf mein Masterstudium der Sozialen Arbeit befinde ich mich derzeit in Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten am Lüneburger Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenverhaltenstherapie. Schon seit Beginn meiner Ausbildung engagiere ich mich als Kurssprecher in meiner Kohorte und freue mich, auch innerhalb der PKN für die Perspektive der PiA einzustehen. Als Arbeiterkind und BAföG-Bezieher bringe ich hierbei neben der grundlegenden PiA-Perspektive auch persönliche Erfahrungen mit einigen Herausforderungen im Rahmen der Ausbildung ein. Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr, auch von Erfahrungen und Problemen anderer PiA zu hören, um unsere Themen in der Kammer zu vertreten.
Leon Schlotfeldt
Im Rahmen einer Vorstandssitzung wurden Nils Christensen und Leon Schlotfeldt zum Beginn ihrer Amtszeit vom Kammervorstand begrüßt: „Wir bedanken uns schon jetzt für das großartige Engagement für die PiA und PtW in Niedersachsen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Stimme des Nachwuchses in der Kammer hörbar ist. Die PiA und PtW werden als Mitglieder der Kammer in die Gremienarbeit einbezogen und sollen aber gleichzeitig als eigene Interessengruppe sichtbar sein. Das wollen wir voranbringen und uns dafür regelmäßig mit den PiA-Sprechern austauschen.“
Netzwerktreffen der Weiterbildungsermächtigten
Am 22. August 2025 trafen sich rund 25 Weiterbildungsermächtigte, die im Rahmen der fachpsychotherapeutischen Weiterbildung an den bisher zugelassenen niedersächsischen Stätten tätig sind. Das Treffen diente neben aktuellen Informationen zum Stand der Umsetzung vor allem als Raum für Fragen und Austausch sowie das Teilen von Erfahrungsberichten in Bezug auf die Bewerbungslage bei den Stätten. In einem kurzen Input zum praktischen Ablauf der Weiterbildung gab Kammerpräsidentin Dr. Kristina Schütz einen Überblick zu Rolle und Aufgaben der Weiterbildungsermächtigten sowie zu zentralen Themen der Weiterbildung. Dazu gehören u. a. das richtige Führen des Logbuchs, das als Hauptbestandteil der Prüfungsanmeldung dient und daher zentral für den gesamten Verlauf der Weiterbildung ist. Zudem wurde diskutiert, in welchem Fall Haftungsansprüche gegenüber den Ermächtigten erhoben werden können. Auch Abrechnungsfragen bei stationären und ambulanten Stätten wurden ausführlich besprochen.
„Das Treffen hat wieder einmal gezeigt: Die niedersächsischen Weiterbildungsstätten stehen im Grunde in den Startlöchern, um unseren Nachwuchs weiterzubilden. Und noch immer werden sie ausgebremst durch eine ausbleibende gesetzliche Finanzierungsregelung. Das macht eine erfolgreiche Umsetzung nahezu unmöglich“, betont Dr. Kristina Schütz. Gegenüber den Teilnehmenden bekräftigt sie: „Wir werden uns weiterhin für eine vollumfängliche Finanzierung der Weiterbildungsstellen in allen Sektoren einsetzen. Auf Landesebene gehen wir laufend in Gespräche mit Politiker*innen, um unsere Forderungen immer wieder zu platzieren. Die Bundesregierung muss das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Ziel jetzt umsetzen und darf eine Unterversorgung mit Psychotherapieplätzen nicht weiter riskieren.“
Das Treffen sei von den Teilnehmenden als sehr positiv bewertet worden. Der Wunsch nach einer Wiederholung und Kontinuität wurde ebenfalls geäußert. „Wir werden uns im Vorstand beraten, in welcher Form wir dieses Netzwerktreffen fortführen können. Ein regelmäßiger, kollegialer Austausch ist uns bei diesem Thema enorm wichtig“, so die Präsidentin.
Amtliche Bekanntmachungen
Die Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen hat in der Sitzung am 8. November 2025 folgende Satzungs- und Ordnungsänderungen bzw. Neufassungen beschlossen:
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Weiterbildungsordnung für Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Weiterbildungsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeutinnen der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Berufsordnung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Fortbildungsordnung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Schlichtungsordnung des Schlichtungsausschusses der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Satzung der Schlichtungsstelle der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Haushalts- und Kassenordnung nebst Anlage der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Kammersatzung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
Zudem wurde der Haushaltsplan 2026 gemäß § 1 Absatz 2 Haushalts- und Kassenordnung PKN i.V.m. § 25 Ziffer 7 HKG genehmigt und flankierend dazu die Beiträge für das Beitragsjahr 2026 festgesetzt (§ 107 Nds. LHO) sowie der Bildung einer Kommission „Neuropsychologische Psychotherapie“ zugestimmt.
Die Satzungsänderungen treten jeweils am Tag nach der Veröffentlichung auf www.pknds.de in Kraft. Davon abweichend tritt die neugefasste Haushalts- und Kassenordnung am 01.01.2026 in Kraft.
Wichtiger Hinweis zu den Bekanntmachungen der PKN:
Der Tag der Bereitstellung der Änderung der Kammersatzung auf www.pknds.de war der 10.11.2025. Mit dem Inkrafttreten der Änderung der Kammersatzung am 11.11.2025 ändern sich die rechtlichen Formalien zur Bekanntmachung von Satzungen und Ordnungen bzw. zur Bekanntmachung von Änderungen oder Neufassungen von Satzungen und Ordnungen: Seit dem 11.11.2025 müssen gemäß § 26 Absatz 1 des Niedersächsischen Kammergesetzes für die Heilberufe (HKG) in Verbindung mit § 3 Absatz 2 sowie § 10 der Kammersatzung der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen Satzungen und Beschlüsse nach § 25 HKG in Form eines dauerhaft bereitgestellten, elektronischen Mitteilungsblattes auf www.pknds.de bekanntgemacht werden, wobei der Tag der Bereitstellung anzugeben ist. Alle oben aufgeführten Satzungs- und Ordnungsänderungen sowie Beschlüsse – ausgenommen die Kammersatzung – werden im neuen elektronischen Mitteilungsblatt bekanntgemacht. Die Änderung der Kammersatzung wurde nach den bis zum 11.11.2025 geltenden Bekanntmachungsformalien bekannt gemacht. Das Archiv mit den Bekanntmachungen bis zum 11.11.2025 und den außer Kraft gesetzten Satzungen und Ordnungen finden Sie unter www.pknds.de/kammer/rechtliches.
Hannover, den 10.11.2025
gez. Dr. Kristina Schütz
Präsidentin