Mitteilungen der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen

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Tag der Neuapprobierten am 13. September 2025

Wie gelingt der Einstieg in die Berufstätigkeit, welche Rolle spielt dabei die Kammer? Antwort gab der „Tag der Neuapprobierten“, eine Veranstaltungsreihe der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen. Am 13. September 2025 kamen zu diesem Anlass rund 130 neuapprobierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in die Geschäftsstelle. Die Veranstaltung bot einen kompakten Überblick über die Aufgaben der beruflichen Selbstverwaltung, das Versorgungswerk der Kammer sowie praktische Hinweise zu den Möglichkeiten der psychotherapeutischen Tätigkeit.

Umfassende Informationen zum Berufsstart

Kammerpräsident Andreas Pichler begrüßte die neuen Mitglieder herzlich und gratulierte ihnen zum wichtigen Meilenstein Approbation. „Mit der staatlichen Zulassung zur Ausübung unseres Heilberufes übernehmen Sie Verantwortung – für Ihre Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Weiterentwicklung unseres Berufsstands“, sagte er. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts nehme die Kammer vielfältige Aufgaben wahr: von der Qualitätssicherung bis hin zur Vertretung psychotherapeutischer Interessen. Umso wichtiger sei es, die neuen Mitglieder frühzeitig mit der Selbstverwaltung vertraut zu machen und sie zu ermutigen, die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote von Kammer, Versorgungswerk und Kassenärztlichen Vereinigungen zu nutzen. Nach Fachbeiträgen von Experten des Versorgungswerkes und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) informierten die Vorstandsmitglieder Elisabeth Dallüge und Bettina Meisel ausführlich zur psychotherapeutischen Tätigkeit in Anstellung und Niederlassung. Insgesamt bot der Tag den Teilnehmenden viel Gelegenheit zum direkten Austausch mit dem Vorstand sowie den Referentinnen und Referenten.

Zum Abschluss dankte Andreas Pichler allen Beteiligten für ihre Beiträge und wünschte den neuen Kammermitgliedern einen erfolgreichen Start in die Berufstätigkeit.

Andreas Pichler; Teilnehmende im Veranstaltungssaal

Andreas Pichler; Teilnehmende im Veranstaltungssaal


12. Kooperationstag Sucht am 1. Oktober 2025

Am 1. Oktober 2025 versammelten sich mehr als 200 Fachkräfte zum 12. Kooperationstag Sucht NRW im Bochumer O-Werk. Unter dem Leitthema „Diversität in der Suchthilfe: Wege zu einer vielfältigen Unterstützungskultur“ bot der vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) geförderte, alle zwei Jahre stattfindende Kongress Raum für fachlichen Austausch und Perspektiven.

Der Kooperationstag bietet Fachkräften aus verschiedenen Professionen eine wertvolle Plattform, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Ansätze zu entwickeln. Dabei zeigte sich auch in diesem Jahr einmal mehr: Erfolgreiche Suchthilfe gelingt nur gemeinsam – über Berufsgrenzen hinweg.

Synergien sichtbar machen

Die Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen begleitete den Fachtag als feste Kooperationspartnerin. Neben einem eigenen Informationsstand und einem Workshop zum Thema „Die Brille, durch die meine Therapeutin/mein Therapeut schaut“ war die Kammer durch zwei Mitglieder des Vorstands vertreten. Ziel des Engagements der Kammer ist, die psychotherapeutische Perspektive in die interdisziplinäre Diskussion einzubringen und Synergien zwischen Psychotherapie und Suchthilfe sichtbar zu machen.


Regionalversammlung für den Regierungsbezirk Düsseldorf am 8. Oktober 2025

Welche Themen bewegen die Mitglieder und wie greift die Kammer sie auf? Bei der Regionalversammlung der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen für den Regierungsbezirk Düsseldorf am 8. Oktober 2025 stand genau das im Mittelpunkt: der direkte Austausch zwischen Vorstand und Mitgliedern. Präsident Andreas Pichler, Vizepräsidentin Julia Leithäuser und die Vorstandsmitglieder Oliver Kunz, Bettina Meisel, Mirka Münzebrock-Child und Georg Schäfer hörten aufmerksam zu, welche Themen den Kolleginnen und Kollegen in ihrer täglichen Arbeit begegnen.

Andreas Pichler und Vorstandsmitglieder auf dem Podium

Andreas Pichler und Vorstandsmitglieder auf dem Podium

Perspektiven der Kammerangehörigen aufnehmen

„Der Austausch mit Ihnen in reihum in den Regierungsbezirken stattfindenden Regionalversammlungen ermöglicht uns, Ihre Erfahrungen aus der Praxis in die Kammerarbeit einbeziehen zu können“, betonte Andreas Pichler. „Gleichzeitig möchten wir Sie über berufspolitische Entwicklungen und Aktivitäten der Kammer informieren.“ In ihren Vorträgen gingen der Präsident, die Vizepräsidentin, Oliver Kunz und Georg Schäfer ausführlich auf berufspolitische Themen und Anliegen der Kammer ein. In offener Atmosphäre wurden die aktuelle Versorgungslage wie auch Aspekte der Qualitätssicherung und der Weiterbildung diskutiert – stets mit dem Ziel, die Perspektiven der Mitglieder aktiv aufzunehmen. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ihre Beobachtungen und Anregungen einzubringen. Auch das Ehrenamt kam zur Sprache: Julia Leithäuser erläuterte Möglichkeiten der Mitarbeit in den Kommunalen Gesundheitskonferenzen (KGK) und wies darauf hin, dass sich Kammermitglieder als Leitende Notfallpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten einbringen können.

Mit herzlichem Dank für das Engagement schloss der Präsident die Regionalversammlung. „Die Kammer lebt von aktivem Austausch – und vom Miteinander ihrer Mitglieder. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch mit Ihnen – gerne auch über unser Format der Regionalversammlungen hinaus.“


Veranstaltungsreihe zur Weiterbildungsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen

Mit Inkrafttreten der Weiterbildungsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (WBO PT) im April 2023 hat die Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Schritt hin zu einem grundlegenden Systemwechsel getan. Die neuen Strukturen stellen die Weichen für die künftige Qualifizierung – zugleich bringen sie organisatorische Herausforderungen mit sich.

Um alle Beteiligten bestmöglich zu informieren, bot die Kammer von August bis Oktober 2025 zielgruppenspezifisch vier mehrstündige Online-Veranstaltungen an. Sie adressierten an der Umsetzung der Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen interessierte Personen aus dem stationären Bereich, dem ambulanten Bereich und in Ausbildungsinstituten. Der vierte Termin richtete sich an Studierende. Die Veranstaltungsreihe fand großen Anklang. Insgesamt spiegelte sich in hohen Anmeldezahlen, vielfältigen Diskussionsbeiträgen und Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Das Thema Weiterbildung bewegt viele. Auch die jeweils in das Programm eingebetteten Diskussionsangebote wurden rege wahrgenommen.

Gesetzliche Grundlagen, praxisbezogene Hinweise

Mitglieder aus dem Kammervorstand erläuterten in den Veranstaltungen u. a. die Zuständigkeiten im neuen System, gesetzliche Grundlagen und Umsetzungsmöglichkeiten der Weiterbildungsinhalte. Auch die Vorteile für Weiterbildungsstätten und an der Weiterbildung beteiligte Praxen wurden aufgezeigt.

Der Vorstand erläuterte zudem, dass die finanzielle Absicherung der Weiterbildung nach wie vor nicht ausreichend geregelt sei. „Für ihre verlässliche Umsetzung braucht es klare finanzielle Regelungen. Hier ist der Gesetzgeber gefordert“, betonte Kammerpräsident Andreas Pichler. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Hinweise auf weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote der Kammer.

Durch alle Veranstaltungen zog sich der Appell des Vorstands, sich aktiv in die Umsetzung der neuen Weiterbildungsordnung einzubringen und den Wandel konstruktiv zu begleiten.


Symposium „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz! Gemeinsam handeln für körperliche und psychische Gesundheit“ am 30. Oktober 2025

„Angesichts vielfältiger aktueller Krisen und Bedrohungen darf der Klimaschutz nicht zur Nebensache werden“, betonte Andreas Pichler, Präsident der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen, in seiner Eröffnung des Kammer-Symposiums „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz! Gemeinsam handeln für körperliche und seelische Gesundheit“ am 30. Oktober 2025 in der Geschäftsstelle der Kammer.

Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels würden sowohl auf der individuellen Ebene als auch im Gesundheitssystem und in der Arbeitswelt immer drängender. Die Heilberufe würden hier eine besondere Verantwortung tragen. „Wir sehen im Zusammenhang mit dem Klimawandel somatische und psychische Beschwerden, steigende Krankheitslasten und veränderte Krankheitsbilder“, hielt Andreas Pichler fest. „Gesundheit wird damit zu einem der Gradmesser der Klimakrise. Das erfordert unsere Aufmerksamkeit und ein entschlossenes Vorgehen. Klimaschutz und die notwendigen Transformationen können nur mit einem starken Wir gelingen.“ Das Symposium solle hierfür ein Zeichen setzen: für Dialog, Mut und gemeinsames Handeln.

Das ganztägige Symposium war von der Kommission „Klimaschutz“ der Kammer konzeptionell maßgeblich mitgestaltet worden. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) begleiteten die Veranstaltung als Kooperationspartnerinnen.

Andreas Pichler und die Mitglieder der Kommission „Klimaschutz“: Carla Cuvelier, Helma Höllermann, Wibke Dymel und Katharina Miege (v. l. n. r.)

Andreas Pichler und die Mitglieder der Kommission „Klimaschutz“: Carla Cuvelier, Helma Höllermann, Wibke Dymel und Katharina Miege (v. l. n. r.)

Politische Aktivitäten, Auswirkungen des Klimawandels

Gerhard Herrmann, Leiter der Abteilung „Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung“ des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalens (MAGS NRW), skizzierte in seinem Grußwort Aktivitäten zu Klimaschutz und Klimaanpassung auf politischer Ebene. Der Meteorologe und Wissenschaftsjournalist Karsten Schwanke verdeutlichte in seinem Vortrag anschaulich, mit welcher Wucht und in welcher Beschleunigung Klimaveränderungen sich bemerkbar machen.

Gerhard Herrmann, Andreas Pichler und Karsten Schwanke (v. l. n. r.)

Gerhard Herrmann, Andreas Pichler und Karsten Schwanke (v. l. n. r.)

Medizin und Psychotherapie

Im weiteren Verlauf gingen Expertinnen und Experten aus medizinischer, psychotherapeutischer und betrieblicher Sicht auf das Thema „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ ein. Der Allgemeinmediziner Dr. Benedikt Zumbé, die bei der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e. V. engagierte Fachärztin Dr. Anne Hübner und PD Dr. Dirk Holzinger, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, stellten mit dem Klimaschutz verbundene Veränderungen und Anforderungen in der ambulanten und stationären Versorgung dar und erläuterten Auswirkungen des Klimawandels auf Patientinnen und Patienten.

Prof. Dr. Silvia Schneider, Professorin für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und Direktorin des Forschungs- und Behandlungszentrums (FBZ) für psychische Gesundheit der Hochschule, beschrieb als dringende Aufgabe, psychische Gesundheit und Klimaresilienz bei jungen Menschen zu stärken. Kindheit und Jugend seien eine besonders vulnerable Zeit für die Entwicklung psychischer Störungen und Belastungen durch die Klimakrise ein großer Risikofaktor in diesem Zeitfenster. Katharina van Bronswijk, Psychotherapeutin und Sprecherin der Psychologists for Future (Psy4F), thematisierte Auswirkungen des Klimawandels auf die psychische Gesundheit und informierte über erste Forschungsergebnisse zu Coping-Strategien für den Umgang mit Klimaängsten und Klimastress.

Klimaschutz und Arbeitswelt

Dr. Stefanie Bühn, Referentin im Referat „Gesundheitliche Auswirkungen des Wandels der Arbeit, Arbeitsstätten, Digitale Transformation“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und Referentin Klimawandel und Gesundheitsschutz bei der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM), und Dr. Heike Seitz, Leiterin Betriebliche Klimaanpassung im Netzwerk Klimananpassung & Unternehmen.NRW (NKU), referierten zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Arbeitsschutz. Dabei zeigten sie Herausforderungen und Handlungsstrategien auf, wie Unternehmen zukunftsorientierte klimaresiliente Strukturen aufbauen können.

Als Botschaften nahmen die rund 60 Teilnehmenden eine Vielzahl von Informationen und Anregungen mit. Als zentral zog sich durch alle Vorträge: Der Klimawandel beeinflusst die Gesundheit in vielerlei Hinsicht. Klimaschutz, Aufklärung und Anpassungsstrategien sind das Gebot der Zeit. Um die damit verbundenen Herausforderungen zu stemmen, braucht es interdisziplinäre Zusammenarbeit. „Als Kammer verstehen wir unser Symposium als Auftakt“, sagte Andreas Pichler abschließend. „Wir werden zu diesem Arbeitsfeld weiter vorangehen, um unsere Mitglieder hierzu zu informieren und das Thema im politischen Raum wachzuhalten.“

Auslage Haushaltsplan 2026

Der Haushaltsplan 2026 kann vom 5. bis 16. Januar 2026 zu den Öffnungszeiten in der Geschäftsstelle der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen eingesehen werden.


Bekanntmachungen des Hauptwahlleiters der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen

Gemäß § 23 Abs. 3 i. V. m. § 21 Abs. 9 der Wahlordnung für die Wahl zu den Kammerversammlungen der Heilberufskammern in der Fassung der Verordnung vom 20. September 2013 gebe ich bekannt:

Frau Mira Welter, Wahlkreis Köln, Vorschlag „Psychotherapeut:innenNRW“, hat am 13. Oktober 2025 ihr Mandat in der Kammerversammlung niedergelegt.

Nachgerückt ist Frau Lara Aror, Wahlkreis Köln, Vorschlag „Psychotherapeut:innenNRW“.

Gemäß § 24 Abs. 1 ff. der Wahlordnung können in Fällen des Verzichtes und des Nachrückens nur die Betroffenen innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Feststellung Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen beim Vorstand der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen, Willstätterstraße 10, 40549 Düsseldorf.

Gez.
Dr. jur. Peter Abels
Hauptwahlleiter


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