Mitteilungen der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz logo

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kammermitglieder,

es ist so weit: Nach rund zehn Jahren in den Geschäftsräumen im Regierungsviertel hat die Kammer sich entschlossen, umzuziehen. In diesen zehn Jahren ist die Zahl der Mitglieder von 1.800 um rund 1.000 Personen auf 2.800 Mitglieder angewachsen und auch die Position der Kammer im gesundheitspolitischen Gefüge hat sich weiter gefestigt: Sie ist nun als verlässliche politische Ansprechpartnerin der Landesregierung und der Ministerien für das Thema psychische Gesundheit etabliert und wurde im Laufe der Jahre in immer mehr Landesgremien integriert. Auch die Vernetzung der Kammer mit anderen gesundheitspolitischen Playern wurde weiter ausgebaut, die Zahl der Kooperations- und Gesprächspartner*innen nahm und nimmt stetig zu. Mit dem Anwachsen der von der Politik übertragenen Aufgaben ist nicht nur die Menge der Sitzungen und Gesprächstermine gestiegen, sondern auch die Zahl der Mitarbeiter*innen in der Geschäftsstelle. Das führte dazu, dass die Kapazität der alten Büroräume nicht mehr ausreichte, Besprechungsräume und Arbeitsplätze knapp wurden.

Wir haben uns also auf die Suche nach einer neuen Immobilie gemacht, die gut zur Kammer und zu ihren Bedürfnissen passt und in der Mitglieder, Vorstand sowie Mitarbeiter*innen sich gleichermaßen wohlfühlen können. Wir freuen uns sehr, dass wir in einem denkmalgeschützten Ensemble in der nördlichen Mainzer Neustadt fündig geworden sind: Von März 2026 an ist unsere Geschäftsstelle im Quartier „Kommissbrotbäckerei“ anzutreffen – einem buntgemischten Viertel mit soziokulturellem Zentrum. Dieser Ort, an dem das Leben pulsiert, steht für uns symbolisch für die Aufgabe und Position der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz: Wir wollen das Thema psychische Gesundheit in die Mitte der Gesellschaft tragen und mittendrin mit Ihnen und für Sie tätig sein!

Mehr über den Umzug und alles, was unsere Kammer außerdem in den letzten Monaten bewegt hat, lesen Sie auf den folgenden Seiten. Es grüßt Sie herzlich

Article image

Petra Regelin
Geschäftsführerin der LPK RLP

Umzug der LPK-Geschäftsstelle ins neue Quartier „Kommissbrotbäckerei“

Seit Anfang März finden Sie die Geschäftsstelle unserer Kammer in der Wallaustraße in der Mainzer Neustadt. Die alten Büroräume im Regierungsviertel sind zu klein und im Verhältnis zur Fläche zu teuer geworden. Zudem fehlten Besprechungsräume, Lagerflächen, ein Empfangsbereich für Besucher*innen und ein Medienraum für die digitalen Veranstaltungen der Kammer. All das bieten die neuen Räumlichkeiten, die die Landespsychotherapeutenkammer von der kommunalen Wohnungsgesellschaft „Wohnbau“ der Stadt Mainz angemietet hat. Sie befinden sich im neuen Quartier „Kommissbrotbäckerei“, das rund um das denkmalgeschützte Ensemble der ehemaligen Garnisonsbäckerei entwickelt wurde. Es handelt sich um ein kreatives, buntes, gemischtgenutztes Quartier, in dem nicht nur über 300 Wohnungen und Gewerbeeinheiten entstanden sind, sondern auch ein großer begrünter Innenhof, der zum Verweilen und Kommunizieren einlädt. Das Herz des lebendigen neuen Quartiers bildet ein Soziokulturelles Zentrum mit Aktions- und Veranstaltungsräumen für Bildungsangebote, kulturelle Initiativen und soziales Engagement. Kurz: Das neue Quartier ist genau so offen und innovativ wie unsere Kammer! Die Landespsychotherapeutenkammer hat im historischen Verwaltungsgebäude der Garnisonsbäckerei helle, freundliche Räume im Erdgeschoss und im ersten Stock bezogen, die frisch renoviert wurden. Der Umzug wurde möglichst kostengünstig und mit tatkräftiger Unterstützung der Geschäftsstellenmitarbeiter*innen abgewickelt. Die Büromöbel aus der alten Geschäftsstelle sind mit umgezogen, zusätzliche Möbel werden so weit wie möglich secondhand beschafft.

Das neue Quartier „Kommissbrotbäckerei“ (Copyright beide Abbildungen: ARGE LOOC/M Architektenpartnerschaft GmbB Vorbröker Knoll, schneider + schmumacher)

Das neue Quartier „Kommissbrotbäckerei“ (Copyright beide Abbildungen: ARGE LOOC/M Architektenpartnerschaft GmbB Vorbröker Knoll, schneider + schmumacher)

Article image
Grundriss des Erdgeschosses der neuen Geschäftsstelle (Copyright: Wohnbau Mainz GmbH)

Grundriss des Erdgeschosses der neuen Geschäftsstelle (Copyright: Wohnbau Mainz GmbH)

Visualisierung des Innenhofes (Copyright: ARGE LOOC/M Architektenpartnerschaft GmbB Vorbröker Knoll, schneider + schmumacher)

Visualisierung des Innenhofes (Copyright: ARGE LOOC/M Architektenpartnerschaft GmbB Vorbröker Knoll, schneider + schmumacher)

Bitte denken Sie daran, unsere Anschrift auch auf der Homepage Ihrer Praxis zu ändern, wo Sie uns als Dienstaufsichtsbehörde angeben sollten: Ab sofort sind wir in der Wallaustraße 104 in 55118 Mainz für Sie tätig. Telefonnummern und E-Mail-Adressen haben sich nicht geändert.


Landespsychotherapeutenkammer gemeinsam mit 14 anderen rheinland-pfälzischen Kammern Gastgeberin beim Jahresempfang der Wirtschaft

Am 2. Februar 2026 veranstaltete die Landespsychotherapeutenkammer gemeinsam mit 14 anderen rheinland-pfälzischen Kammern und Institutionen der Wirtschaft, des Handwerks, der freien Berufe und der Landwirtschaft den Jahresempfang der Wirtschaft in der Mainzer Rheingoldhalle mit rund 3.000 Gästen. Hauptredner war diesmal Jean-Claude Juncker, der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission.

Präsident*innen und Geschäftsführer*innen der gastgebenden Kammern mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Jean-Claude Juncker (Mitte) (alle Fotos: Kristina Schäfer)

Präsident*innen und Geschäftsführer*innen der gastgebenden Kammern mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Jean-Claude Juncker (Mitte) (alle Fotos: Kristina Schäfer)

Petra Regelin, Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Sabine Maur

Petra Regelin, Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Sabine Maur

Der Landespsychotherapeutenkammer kam eine besondere Rolle zu: Präsidentin Sabine Maur vertrat dieses Jahr die Heilberufekammern in der Talkrunde auf der Bühne, an der außer ihr noch Ministerpräsident Alexander Schweitzer sowie die Präsidenten der Handwerkskammer Rheinhessen und der Ingenieurskammer Rheinland-Pfalz teilnahmen. Nach dem Bühnenprogramm bestand die Möglichkeit zum Get-together bei Wein und Brezeln im Foyer. Am Jahresempfang teilnehmen können geladene Gäste der veranstaltenden Kammern. Der Einladung der Landespsychotherapeutenkammer folgten fast 200 Gäste, darunter zahlreiche Weggefährt*innen aus Politik und Versorgung. Auch LPK-Vizepräsidentin Dr. Andrea Benecke, die Vorstandsmitglieder Ulrich Bestle und Marcel Hünninghaus sowie Geschäftsführerin Petra Regelin nutzten die Gelegenheit für angeregte Gespräche. Besonders gefreut hat sich die Landespsychotherapeutenkammer über die Teilnahme der rund 80 Kammermitglieder, die sich sehr zufrieden über die Veranstaltung und Frau Maurs Part in der Talkrunde äußerten. Ausführliche Berichterstattung zum Jahresempfang und Link zum Videomitschnitt auf www.lpk-rlp.de unter Aktuelles.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Sabine Maur bei der Talkrunde

Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Sabine Maur bei der Talkrunde

Ulrich Bestle, Sabine Maur, Marcel Hünninghaus und Dr. Andrea Benecke mit Kammermitgliedern

Ulrich Bestle, Sabine Maur, Marcel Hünninghaus und Dr. Andrea Benecke mit Kammermitgliedern


Ergebnisse der Online-Umfrage zum Psychotherapeutenjournal: Ist die Zukunft digital?

Ob das Psychotherapeutenjournal zukünftig weiterhin gedruckt erscheinen soll oder ob eine digitale Ausgabe sinnvoller ist, ist nach wie vor in der Diskussion. Die Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz wollte hierzu die Einschätzung der eigenen Kammermitglieder kennenlernen und führte daher eine entsprechende Online-Befragung durch, deren Ergebnisse im Dezember auf der Homepage veröffentlicht wurden.

Die Umfrage lief drei Wochen und wurde von 1.689 Personen besucht. Davon haben 734 alle Fragen beantwortet, das entspricht einer Abschlussquote von knapp 44 Prozent. Die Kammer bedankt sich ganz herzlich bei allen, die durch ihre Antworten ermöglicht haben, ein Stimmungsbild einzuholen, damit die Wünsche der Leser*innen in die Zukunftsplanung des PTJ eingebracht werden können!

Wir freuen uns, dass von den Teilnehmer*innen der Umfrage 49,7 Prozent, also rund die Hälfte, das PTJ regelmäßig lesen. 46 Prozent lesen es immerhin manchmal. Wiederum knapp die Hälfte der Teilnehmer*innen liest sowohl die Fachartikel im ersten Teil des Heftes als auch die Länderseiten. 26 Prozent lesen nur die Fachartikel.

In der Frage, ob sie das Psychotherapeutenjournal zukünftig weiterhin gedruckt oder lieber nur noch digital lesen möchten, sind die Teilnehmer*innen der Umfrage geteilter Meinung: 40 Prozent bevorzugen die digitale Lösung, 56 Prozent möchten weiterhin ein gedrucktes Heft erhalten (die fehlenden 4 Prozent möchten das Heft gar nicht lesen).

Den Kommentaren sind Argumente sowohl für die Beibehaltung des gedruckten Heftes als auch für die digitale Version zu entnehmen: Es wird angeführt, dass das Lesen von langen Texten digital weniger angenehm sei. Zudem sei der Vorteil des gedruckten Heftes, dass man es weniger leicht übersehe und es besser aufgehoben werden könne. Auf der anderen Seite wird die gedruckte Version als überflüssig und nicht mehr zeitgemäß kritisiert. Zudem sei das gedruckte Heft zu kostenintensiv, wenig ökologisch und nicht ressourcenschonend. Aus der Ergebnissen ging auch hervor, dass sich von den befragten Kammermitgliedern nur 38 Prozent auf den Länderseiten des PTJ über die Aktivitäten ihrer Kammer informieren, wohingegen 74 Prozent den Newsletter der LPK RLP hierfür nutzen und 42 Prozent die Homepage.

Ob das gedruckte PTJ zusätzlich zum digitalen Angebot auf Dauer Bestand hat, werden die Verantwortlichen aller Länderkammern gemeinsam entscheiden.


Psychotherapie hat viele Gesichter: Neue Texte in der Rubrik „Berufsporträts und Interviews“ im Info-Portal der Homepage

Psychotherapeutische Tätigkeit umfasst weit mehr als die Arbeit in Praxis oder Klinik. Seit 2018 stellen wir Ihnen im „Info-Portal“ auf unserer Homepage Psychotherapeut*innen vor, die in einem interessanten Arbeitsumfeld tätig sind und uns im Gespräch Einblick in ihren Berufsalltag gewährt haben. Andere sind keine Psychotherapeut*innen, stehen aber in engem Bezug zum Thema psychische Gesundheit. Die Porträts und Interviews zeigen, wie vielfältig und bunt psychotherapeutische Tätigkeit ist und welch zahlreiche Möglichkeiten dieser Berufsabschluss bietet. Bisherige Interviews thematisierten unter anderem Psychoonkologie, Psychotherapieforschung zu ADHS, Psychosoziale Notfallversorgung, Schlafforschung, Psychotherapie im Strafvollzug, Traumatherapie für geflüchtete Kindergartenkinder, Therapieforschung zu Migräne, Psychotherapie bei Demenz und Leitung eines SOS-Kinderdorfes. Zuletzt wurde Kammermitglied Dr. Bernd Schneider interviewt, der mit seiner Einrichtung Dienstleistungen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements anbietet sowie die Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Universität Mainz, Kammermitglied Dr. Maria Gropalis.

Dr. Maria Gropalis, Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Dr. Maria Gropalis, Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle der Johannes Gutenberg-Universität Mainz


author image
author.title.default author.firstname.default author.lastname.default
author.position.default
author.address.default
author.city.default
mail icon author.email.default

author.biography.default

Alle Artikel